28Aug/16
Lunchbox Bentobox Vergleich

Bentobox-Vergleich: Meine Erfahrungen mit Monbento, Lunchbots und ONYX

Kennt ihr das Phänomen, dass Kunden mehr kaufen, wenn die Auswahl eher überschaubar ist? Wenn nur 6 statt 24 Marmeladen zur Verkostung angeboten werden, dann probieren zwar etwas weniger Passanten davon, aber letztendlich wird mehr verkauft. Bei zu großer Auswahl hat man das Gefühl gar so viele andere Optionen zu verpassen, wenn man sich für eine einzelne entscheidet – und so ähnlich ging es mir, als ich nach meiner ersten Bentobox gesucht habe.

Es gibt verschiedene Größen, Formate, Aufteilungen und Materialien, je nachdem wie man die Box verwenden möchte. Für mich war nach kurzer Recherche klar, dass ich ein Volumen von ca. 1 Liter brauche, nachdem ich in der Regel ein ganzes Mittagessen mit viel platzintensivem Gemüse und Salat mitnehme. Mit dieser Einschränkung fallen zwar viele der original japanischen Boxen weg, weil die in der Regel ein gutes Stück kleiner sind, aber es blieben immer noch eine Menge Kandidaten übrig. Für den Fall, dass ihr gerade in derselben Situation seid und euch ein bisschen Hilfestellung wünscht, habe ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht für meine drei Typen Boxen zusammengeschrieben.

Ich bin mit jeder davon zufrieden, sie haben aber natürlich unterschiedliche Stärken. Alle kosten zwischen 30,- und 45,- Euro, das ist nicht ganz günstig, aber man hat sehr lange Freude an ihnen. Und wenn eine schöne Box dazu motiviert häufiger Essen selbst mitzunehmen statt sich etwas zu kaufen, ist der Preis ganz schnell wieder reingeholt – bei mir ist das längst passiert. Alle Behälter fassen etwa einen Liter, sind spülmaschinenfest (außer der Deckel der ONYX) und nicht unbedingt 100 %-ig auslaufsicher. Das heißt, wenn ich etwas halbflüssiges wie Joghurt mitnehme, achte ich sicherheitshalber darauf, dass ich die Boxen nicht um 90° gekippt transportiere. Suppe ist also keine gute Idee, Nudeln mit Soße bereiten aber keinerlei Probleme.

 

Monbento Original

Monbento Bentobox Erfahrung

Eine Monbento war die erste Bentobox, die ich mir zugelegt habe, als mich die Tupperdosen zunehmend genervt haben. Unterdessen wohnen zwei davon bei mir. Sie bestehen jeweils aus zwei Behältern, die sich auch einzeln verwenden lassen (wenn man das Band längs statt quer darum macht). Es gibt unterschiedliche Farben und Designs und man kann sich für einen gewissen Aufpreis sogar eine individuelle Box zusammenstellen. Der ausschlaggebende Punkt war für mich aber, dass ich mein Essen auch in der Mikrowelle warm machen wollte und da kam das BPA-freie Plastik gerade recht.

Auch heißes Essen einfüllen schadet der Box nicht, allerdings sollte man sie nicht zu lange hohen Temperaturen aussetzen. Auskochen oder in den Backofen geben ist also tabu. Nach einer Weile intensiver Nutzung sieht man einige Alterserscheinungen des Kunststoffs, z.B. kleine Kratzer in der Beschichtung außen oder minimale Verformungen, aber nichts davon fällt auf. Ausgelaufen ist mir noch nie etwas, nachdem ich auf einen aufrechten Transport achte und die Zwischendeckel sehr gut schließen. Wenn man sie mit offenem Ventil gründlich aufsetzt, gut festdrückt und dann erst das Ventil im Deckel schließt, kann selbst Flüssigkeit kaum austreten.

Hersteller: Monbento

Gekauft bei: use-again.de

Mein Liebling für: Gerichte zum Aufwärmen in der Mikrowelle

Vorteile:

  • Stylish, bunt und individualisierbar
  • Mikrowellengeeignet
  • Flexible Aufteilung mit zwei Containern, die auch einzeln verwendet werden können

Nachteile:

  • Darf nicht zu großer Hitze ausgesetzt werden (nicht “auskochen”)
  • Band leiert nach einigen Jahren aus und muss ersetzt werden
  • Plastik (für die, die darauf verzichten wollen)

 

Lunchbots Bento Cinco

Lunchbots Bentobox Erfahrung

Hier sprechen wir von einer Edelstahl-Box, die ziemlich unverwüstlich ist, aber mit um die 500 g längst nicht so schwer, wie ich erst befürchtet hatte. Es gibt verschiedene Aufteilungen, ich habe die Variante mit fünf Abteilungen. Da die Trennstege zwar fest sitzen, aber nicht vollständig dicht sind, verwende ich gerne Silikon-Muffinförmchen, wenn ich vermeiden möchte, dass z.B. der süße Nachtisch etwas vom Salatdressing abbekommt. Die feste Unterteilung ist Fluch und Segen zugleich, sie bietet eine super Hilfestellung beim Befüllen, aber mal eben um ein/zwei Zentimeter rutschen geht eben auch nicht. 

Der Deckel sitzt sehr gut und fällt nicht so einfach ab, auch wenn die Dose gedreht wird. Trotzdem sichere ich ihn manchmal zusätzlich mit einem Gummi oder Band, wenn ich die Lunchbots in einen größeren Rucksack packe, damit er nicht irgendwo abgestriffen wird.

Hersteller: Lunchbots

Gekauft bei: kivanta.de

Mein Liebling für: Mehrteilige Zusammenstellungen

Vorteile:

  • Sehr stabil
  • Feste Fünferaufteilung gibt eine Hilfestellung zum Befüllen…
  • …und macht optisch immer was her

Nachteile:

  • Nicht mikrowellengeeignet
  • Unterteilungen sind fix festgelegt und untereinander nicht auslaufsicher
  • Ohne Band kann sich eventuell der Deckel lösen

 

ONYX Take out Behälter, 2-4 Unterteilung

Lunchbox Vergleich

Eigentlich ist es ja eher eine 1-4 Unterteilung, die dieser Behälter bietet. Mit den beiden losen Trennstegen kann man Viertel der Box abteilen – oder eben auch nicht. Die runde Form bietet beim Packen ganz andere Möglichkeiten als eckige Boxen, zum Beispiel kann man alles um ein Zentrum herum arrangieren. Das lässt Raum für Kreativität, macht das Bestücken aber gleichzeitig etwas schwieriger als bei der Lunchbots. Das Gewicht ist mit ca. 500 g genauso angenehm leicht.

Diese Box ist theoretisch auslaufsicher, aber ich habe es zweimal geschafft, dass sich im Rucksack einer der drei Verschlüsse aufgehakt hat. Wie auch immer das passiert ist, die sitzen nämlich eigentlich sehr gut. Nerviger finde ich, dass der Trennsteg, falls man nur einen verwendet, in der leeren Box beim Laufen ganz schön klappern kann. Da kann die Box an sich nichts für, aber es ging mir schon einige Male auf den Geist ;) Eine Serviette schafft übrigens Abhilfe.

Hersteller: ONYX Containers

Gekauft bei: kivanta.de

Mein Liebling für: Salate plus Nachtisch oder Brot 

Vorteile:

  • Runde Form bietet ganz andere Optik als die meisten Boxen
  • Flexible Aufteilung mit dem zwei einzeln verwendbaren Trennstegen
  • Sehr stabil mit festem Verschluss und prinzipiell nach außen auslaufsicher

Nachteile:

  • Nicht mikrowellengeeignet
  • Deckel muss per Hand gespült werden
  • Verwendet man nur einen Trennsteg, scheppert er nach dem Essen in der leeren Box

 

Fazit

Auch wenn ich überall Nachteile aufgeführt habe: ich liebe jede meiner Boxen und will keine davon missen! Sie werden ganz unterschiedlich bestückt und wenn ich überlege, was ich mitnehmen will, wird mir immer schnell klar welche Dose gerade am passendsten ist. Es ist einfach toll am nächsten Mittag ein buntes, frisches und hübsches Essen vor sich zu haben :) Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, welche Box für was gut geeignet ist.

Falls ihr wissen wollt, wie ich die Karottenblümchen und Radieschen zurechtgeschnitzt habe, das habe ich schon mal genau beschrieben. Und wenn ihr noch mehr Inspiration zum Befüllen sucht, dann klickt euch doch mal durch meine monatliche Bento-Highlights-Reihe oder schaut auf Instagram bei meinen täglichen Boxen vorbei. Viel Spaß beim Packen! 

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21Aug/16
Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Feierabendküche: Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Manchmal schleichen sich neue Lieblingsrezepte in meinen Alltag ein, werden wieder und wieder gekocht und schaffen es doch nie auf den Blog. Besonders oft trifft das schnelle Feierabendgerichte, weil die eben meistens gekocht werden, wenn es schnell gehen muss und dann die Muße zum hübsch Herrichten und Photographieren fehlt. Schade drum – deshalb habe ich dieses Wochenende extra ein schnelles Feierabendgericht gekocht und abgelichtet, das es dieses Jahr schon x-mal bei mir gab und das ich euch wärmstens ans Herz legen möchte.

Ein cremiges Pastagericht ist einfach Seelenfutter für mich und für die besondere Cremigkeit sorgt hier Avocado. Das ist nichts neues, vor zwei Jahren habe ich schon mal ein Avocado-Rucola-Pesto verbloggt (und dabei auch den tollen Trick erwähnt, wie man reife Avocados erkennt). Was ich unterdessen noch lieber zu Nudeln esse ist eine Art Guacomole mit Zucchini. Nicht sehr fancy, nicht sehr außergewöhnlich, aber schnell gemacht, ausnehmend lecker und die pürierte Zucchini macht die Avocadocreme etwas leichter. Sommeressen ganz nach meinem Geschmack.

Hier nun also ein ganz simples, alltagstaugliches Rezept. Der eine oder andere warme Tag kommt bestimmt noch und schöne Zucchini und Tomaten sind auch noch zu bekommen. Und noch ein kleiner Bonus-Haushaltstipp am Rande: Avocadohälften (ohne Schale und Kern) lassen sich wunderbar einfrieren. Extrem praktisch für spontane Avocadocreme-Nudel-Gelüste!

 

Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Schnelles, sommerliches Seelenfutter - perfekt nach einem langen Arbeitstag oder auch einfach mal so.

Spaghetti mit Zucchini-Avocadocreme

Zutaten für 2 Personen:

  • 160 g Vollkornspaghetti
  • 2 kleine (oder eine große) Zucchini
  • 1 reife Avocado (am besten die Sorte "Hass")
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein Schuss Zitronensaft
  • Cumin, Paprikapulver, Chilipulver
  • eine Handvoll Cocktailtomaten
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Das Wasser mit etwas Salz für die Nudeln aufsetzen, sobald es kocht die Spaghetti hineingeben und nach Packungsanweisung gar kochen.
  2. Derweil die Zucchini in Würfel mit ca. 0,5 cm Kantenlänge schneiden und in 1 EL Olivenöl kräftig anbraten, sodass sie schön braun werden. Alternativ, für die ganz faule Variante, die Zucchini halbieren, in Scheiben schneiden und für ca. 5 min mit zu den Nudeln in den Topf werfen. Das macht noch etwas weniger Arbeit und Abwasch, es fehlen aber die Röstaromen. Die Zucchini schwimmen oben auf, man kann sie also gut noch vor den Nudeln wieder abfischen.
  3. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben. Zusammen mit der Hälfte der Zucchiniwürfel, der abgezogenen Knoblauchzehe, einem Schuss Zitronensaft und ca. 4-8 EL Nudelwasser pürieren. Die Wassermenge kann natürlich angepasst werden, je nachdem welche Konsistenz ihr gerne haben möchtet und ob ihr die Zucchini gebraten oder mitgekocht habt. Abschmecken mit Cumin, Paprika- und Chilipulver sowie Salz und Pfeffer und bei Bedarf noch etwas mehr Zitronensaft und/oder Olivenöl.
  4. Die Cocktailtomaten waschen, halbieren (oder vierteln) und bereitstellen. Die Spaghetti mit der Avocadocreme vermengen, die restliche Zucchini und die Tomaten unterheben. Vor dem Servieren noch etwas Pfeffer frisch darübermahlen.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/08/feierabendkuche-spaghetti-zucchini-avocadocreme.html

 

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15Aug/16
Nektarinenmarmelade

Mein erstes Mal! Nektarinenmarmelade

In unserem Kühlschrank steht ein Glas billige Erdbeermarmelade, dass Anfang 2014 abgelaufen ist. Es wohnte schon bei meinem Freund, bevor wir uns überhaupt kannten. Keine Sorge, natürlich schimmelt es nicht – geöffnet ist es ohnhin erst seit etwa eineinhalb Jahren. Jetzt könnt ihr euch vermutlich grob vorstellen, wie viel bzw. eher wenig Marmelade wir essen. Schon aus meinem Elternhaus kenne ich das Problem, dass auch wirklich köstliche Marmeladen, die Verwandte und Freunde selbst gemacht und mitgebracht haben, ewig stehen, weil einfach niemand davon isst. Ich glaube, nur ein einziges Mal kochte meine Mutter Brombeermarmelade, weil der Strauch gar so viele Früchte produziert hatte – ab dem nächsten Jahr schwenkte sie dann auf Brombeerlikör um, weil der deutlich besser weggeht ;)

In der Marmeladenherstellung bin ich also ein völlig unbeschriebenes Blatt. Nun habe ich seit einigen Monaten angefangen ab und an Marmelade zu essen, als kleines Nachtisch-Brot oder im Müsli, und war von den gekauften prompt ziemlich enttäuscht. Viel zu süß und pappig, viel zu wenig fruchtig! Etwas spät, nämlich erst vor gut einer Wochen, kam mir dann schließlich die Erkenntnis, dass ich ja auch selbst welche kochen könnte. Soll ja nicht so schwer sein und momentan bekommt man doch wunderschöne Früchte.

Also habe ich Rezepte, Anleitungen und Tipps studiert, meine kleinen Einmachgläser herausgekramt und es gewagt meine erste Marmelade zu kochen. Und sie wurde richtig, richtig lecker! Das Rezept ist denkbar simpel, aber ich habe versucht möglichst alle Marmeladen-Anfängertipps mit aufzunehmen, die ich gefunden habe. Wenn ihr schon erfahren seid und noch Profitipps habt: gerne her damit! Ich werde auf jeden Fall wieder Marmelade produzieren, ich habe schon einige Ideen im Kopf. Sobald der Vorrat wieder zur Neige geht – irgendwann.

 

Nektarinenmarmelade

Wunderbar fruchtig und für Marmeladen-Anfänger geeignet.

Nektarinenmarmelade

Zutaten für ca. 1000-1100 ml Marmelade

  • 1 (großzügiges) kg Nektarinen
  • 330 g Zucker
  • 25 g (1 Pkch.) Gelierfix 3:1
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung

  1. Eine kleine Untertasse im Kühlschrank oder Gefrierfach kalt stellen - die brauchen wir für die Gelierprobe später. Die sauber gespülten und trockenen Marmeladengläser im Ofen sterilisieren (bei 150°C Umluft ca. 5 min, ohne Vorheizen eher 10 min), dann aufrecht auf ein feuchtes Küchehandtuch bereitstellen. Die Deckel 10 min lang abkochen und gut trocknen lassen.
  2. Nektarinen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Damit die Marmelade später gut essbar ist, sollten die Stücke wirklich klein sein. 1000 g abwiegen und in einen Topf mit mindestens 3 l Fassungsvermögen geben.
  3. 2 EL Zucker mit dem Gelierfix mischen und unter die Nektarinen mischen, genauso den Esslöffel Zitronensaft. Den restlichen Zucker bereit stellen. Die Vanilleschote längs halbieren und ebenfalls zu den Nektarinen geben.
  4. Das Fruchtgemisch unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Induktionsherdbesitzer sollten nicht die höchste Stufe nehmen, das Erhitzen darf ruhig 5-10 min dauern, damit die Früchte Zeit haben Wasser zu ziehen.
  5. Wenn die Früchte kochen den restlichen Zucker dazu geben und weitere ca. 3 min kochen. Das gekühlte Tellerchen von Schritt 1 nehmen, ein wenig von der Marmelade-to-be darauf geben und kurz abwarten, ob sie beim Abkühlen schon geliert. Falls nein noch ein wenig weiterkochen, falls ja könnt ihr sie abfüllen.
  6. Die heiße Marmelade so randvoll wie möglich in die bereitgestellten Gläser füllen, während sie auf dem feuchten Küchenhandtuch stehen (das soll verhindern, dass sie springen). Derweil könnt ihr die Vanilleschote herausfischen, wenn sie euch begegnet. Falls ihr kleckert, säubert den Rand des entsprechenden Glases noch einmal mit einem sauberen Tuch. Dann sofort den Deckel aufschrauben, das Glas umdrehen und 5 min lang auf dem Kopf stehen lassen, dann wieder umdrehen. Falls das Abfüllen sich etwas hinzieht, die restliche Marmelade im Topf nochmal kurz erhitzen. Sie sollte wirklich heiß abgefüllt werden, damit sie lange hält.
http://herbs-and-chocolate.de/2016/08/mein-erstes-mal-nektarinenmarmelade.html

 

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